Donnerstag, 21. Februar 2013

Rezension/Jörg Benne - Der Wisperwald



Originaltitel: Der Wisperwald

Autor: Jörg Benne

Verlag: bookshouse

Erschienen: Februar 2013

Genre: Fantasy, Kinderbuch

Altersempfehlung: ab 7 Jahre

ISBN: 9789963724178

Seitenzahl: 147 Seiten

Ausgabe: eBook Ausgabe













 Ich bedanke mich bei Lovelybooks und bookshouse für diesen tollen Gewinn zur derzeitigen Leserunde.







Inhalt:

Vincent und Julian verbringen eine Woche bei ihrer Großmutter auf dem Land. Als ihre Kaninchen in den angrenzenden Wisperwald entlaufen und sich die ungleichen Brüder auf die Suche machen, lernen sie schnell, warum der Wald diesen Namen trägt. Tiere und Pflanzen können sprechen.

Normalerweise beschützt der mutige Sentar Nuval alle friedlichen Waldbewohner und ihr besonderes Zuhause, doch der Bau eines Einkaufszentrums droht, alles zu zerstören. Jeder bisherige Versuch, das Unternehmen zu stoppen, misslang. Vincent will unbedingt helfen und ahnt nicht, in welch große Gefahr er sich damit bringt.





Grundidee der Handlung:

Der Wisperwald liegt direkt hinter dem Garten von Julians und Vincents Oma. Schon oft hat sie ihnen Märchen erzählt, nach denen dort Pflanzen und Tiere sprechen können und von einem geheimnisvollen Hüter beschützt werden. 

Als die Kaninchen der Brüder in den Wald entlaufen, erfahren Julian und Vincent, dass die Geschichten ihrer Oma tatsächlich wahr sind. Sie erkunden voller Staunen diese neue Welt, doch der Wispernwald ist bedroht.

Große Teile sollen für ein Bauprojektgefällt werden.  Obwohl Oma schon alles versucht hat, will Vincent nicht aufgeben. Er bietet dem Hüter des Waldes auf eigene Faust seine Hilfe an, aber er kennt noch nicht alle Geheimnisse des Wispernwaldes und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse.





Meine Meinung:

Durch das Weglaufen der Kaninchen, haben Julian und Vincent erkannt, dass es stimmt, dass die Tiere und Pflanzen sprechen können. Als die beiden Brüder, das erste Mal im Wisperwald waren, trafen sie sofort auf den Sentar Nuval. Er ist ein kleiner Mann, auf dessen Kopf Hörner wachsen, er hat  einen Bart aus kleinen Zweigen und um seine Hüfte ranken sich belaubte Zweige.

Nuval ist der Gute Sentar im Wisperwald, aber abends wenn es dunkel wird kommt sein böser Bruder Durkal, der mit aller Macht seinen Bruder und den Wisperwald zerstören möchte und nur Oma ist die Einzige, die versucht den Wald zu retten.

Sie erzählt ihren Enkeln die Geschichte des Wispernwaldes. Damals, vor langer Zeit, wurden drei Schwestern von dem Wald gerettet, da sie der Hexerei angeklagt werden sollte.  Ein Sentar erwartete als Dankbarkeit der Rettung, das sie von jetzt an, immer den Wald nach Kräften verteidigen sollten. Sie wurden mit einer besonderen Gabe belohnt und diese wurde immer an deren Kinder und Kindeskinder weitergegeben.

Nun liegt es an Oma, die diese Aufgabe hatte, den Wald zu retten. Mit viel Mut und Tatendrang machen sich Julian, Vincent und ihre Oma auf den Wald zu retten.



Das Buch hat etwas ganz Besonderes. Jörg Benne hat mit viel Liebe zum Detail, ein tolles Kinderbuch mit sehr viel Fantasie geschrieben.



Charaktere:

Die Protagonisten des Buches waren bezaubert und manche sehr düster. Vincent, der 7 jährige Enkel hat mir besonders gut gefallen, da er mit so viel Gefühl und Liebe den Wald retten wollte.

Julian hat sich im Laufe des Buches sehr zum Positiven verändert. Die beiden Sentare Nuval und Durkal wurden von Jörg Benne mit sehr viel Hingabe beschrieben. An manchen Stellen des Buches bekam man ich eine Gänsehaut, wenn es um den bösen Sentar Durkal ging.

Oma war einfach nur bezaubernd. Es sollte mehr solcher Großmütter geben.





Aufmachung des Buches:

Das Cover,  zeigt meiner Meinung nach, Vincent der nach seinem Kaninchen greift, während ein Sentar von hinten nach Vincent greift.

Das Buch besteht aus 11 Kapiteln, die wunderbar mit einem Titel versehen sind und einer Danksagung des Autors.  





Fazit:

Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen. Kinder, wie auch Erwachsene werden mit sehr viel Spaß und spannenden Lesestunden beschenkt.

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich wie gespannt darauf gewartet habe, wie der Wald wohl gerettet werden kann.





Meine Bewertung: 5/5 



        Dieses Buch kann man auch bei amazon.de erwerben.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Interview/Jules Dankert



Hallo Ihr Lieben,
heute hab ich ein Interview für Euch der Extraklasse. Dieses Gespräch hatte ich Anfang dieser Woche telefonisch geführt und hatte zugegebenermaßen sehr viel Spaß dabei.

Meine heutige Interviewpartnerin heißt Jules Dankert und ist überwiegend oder fast nur im Boys Love Genre 18 + zu finden. Sie liebt homosexuelle Bücher und versucht sich aber derzeit auch in einem anderen Genre.

Hallo liebe Jules,
es freut mich sehr, dass Du Dich zu einem Interview bereit erklärt hast, da auch ich persönlich schone einige Boys Love Romane gelesen habe und ich sehr neugierig auf die entsprechenden Autoren bin. Ich würde sagen, nimm doch einfach Platz, am besten auf Deiner Couch und lass uns doch direkt beginnen.


Wann hast Du denn mit dem Schreiben  begonnen?
Ich hab mit 15 Jahren angefangen zu schreiben, dabei ging es hauptsächlich immer um meine große Liebe, dazwischen kamen den dann auch mal prominente Leute dazu.
2006 bin ich dann dem Harry Potter Fieber verfallen und hatte mich bei FanFiktion.de  angemeldet. Auf dieser Webseite kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und Harry Potter wurde in meinen Geschichten homosexuell dargestellt.

Irgendwann sagte mir dann meine Familie, wieso ich immer nur Bücher kopiere und so hab ich dann 2008 mit einem eigenen Buch begonnen und dies wurde dann 2011 beim Himmelstürmer Verlag veröffentlicht.


Wieso schreibst Du eigentlich homosexuelle Bücher?
Oh, das ist eine gute Frage. Ich hab dadurch, dass Harry Potter in meinen Geschichten immer homosexuell war, die Liebe zum Boys Love Genre entdeckt.


Welches Gefühl war es, als es dann soweit war, endlich ein Buch in der Hand zu halten?
Es war ein sehr emotionaler Moment für mich. Endlich ein Buch mit meinem Namen und  meiner ISBN Nummer. So etwas kann man gar nicht beschreiben.
Mein Traum war es immer eine ISBN Nummer zu haben, so etwas macht das Ganze eben offiziell.
Meine Stiefmutter hat einmal gesagt, das, egal was passiert, ob ich nun erfolgreich als Autorin werde oder nicht, ich bin ab sofort im deutschen Literaturverzeichnis verankert. Dieser Satz hat mich bis heute begleitet.


Wie bist Du denn eigentlich beim Himmelstürmer Verlag gelandet?
Oh, ich hatte damals einen anderen Verlag, der aber pleite gegangen ist und hab dann darauf hin Bewerbungen geschrieben und mein Exposé an verschiedene Verlage geschickt.
Daraufhin hat sich der Himmelstürmer Verlag gemeldet und mein Buch unter Vertrag genommen. Das Witzige an der Geschichte war, das der Verlag meinte, das es zu sehr ein Raucherroman sei.  Ich wußte überhaupt nicht, was er damit gemeint hatte und hab erst hinterher gemerkt, dass meine Protagonisten extrem viel rauchen. Da es aber ein Jugendroman war und wir selbst eigentlich gar nicht wollen, das unsere Kinder mit rauchen anfangen, hatte ich das erst dann verstanden. 

Wie hieß denn Dein erster Roman?
Gegen Vaters Wille  und es hat mich wahnsinnig stolz gemacht, dass dieses Buch veröffentlicht wurde.


In Deinem Roman „Byebye Mauerblümchen“ geht es ja um einen jungen Mann, der nie etwas Böses angestellt hat. Er hat während seiner Schulzeit nicht geschwänzt,  nie geraucht und hat dann beschlossen sich auf seine Jungfräulichkeit zu konzentrieren.
Ja genau, wobei die Recherche sehr witzig war. Jake probierte ja das erste Mal Kondome aus.
Ich hatte mir dann im Internet mal eine Gebrauchsanweisung für Kondome durchgelesen, da ich ja bedenken musste, dass jemand wie Jake, der sehr naiv ist und sich damit nicht auskennt, bestimmt die Anweisung liest.
Es war sehr lustig diese Gebrauchsanweisung zu lesen, weil man Kondome plötzlich mit ganz anderen Augen sieht.
Die ersten Kapitel von „Bye, bye Mauerblümchen“ zu schreiben hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Jake macht seine erste Intimrasur, probiert Kondome aus und kauft sich neue Kleider. Aus dem alten Jake entstand ein ganz neuer Jake, das war für mich persönlich sehr spannend.
Das ganze Buch über musste ich selbst schmunzeln über die Dinge, die Jake plötzlich kennenlernt und ausprobiert. Es hat mir unheimlich viel Freude gemacht dieses Buch zu schreiben. 


Du hast Dich ja jetzt in ein ganz anderes Genre vorgewagt. Mit „Noctem Guards“  bist ja eher im Fantasybereich angekommen. Hattest Du während Du angefangen hast, das Buch zu schreiben, Dir Gedanken gemacht, ob vielleicht doch einer der Protagonisten schwul werden könnte?
Da ich den ersten Teil ja schon gelesen habe und auch schon andere Bücher von Dir, bekam ich am Anfang das Gefühl, das der Hauptprotagonist in die homosexuelle Schublade gesteckt wird. Stimmt das denn so?
Ich möchte ja nicht zu viel verraten, aber mir schwirrte schon im Kopf herum, dass mein Hauptprotagonist vielleicht bi sein könnte. Da er aber ein sehr großes Ego hat und sich nicht gerne „unterwirft“, bin ich mir in dieser Sache noch nicht sicher.
Ich hätte ihn gerne hetero :)
Bei mir ist es so, dass ich gar nicht anders kann. Es kommen immer homosexuelle Bücher dabei heraus.
Deshalb ist auch eine große Herausforderung für mich


Ist es denn nicht schwer, als Frau in diesem Genre ernst genommen zu werden. Im Grunde ist es doch immer einfacher, sich einen männlichen Pseudonymnamen auszudenken und unter diesem Namen zu veröffentlichen?
Ich schreibe ja unter meinem Namen, eben als J. Dankert, habe aber auch gleichzeitig einen Pseudonym namens Daniel Herne, mit dem ich aber eher Hardcorebücher schreibe.


Machst Du das Schreiben Deiner Bücher nebenberuflich? Du hast ja zwei Kinder und einen Mann, von daher bietet sich das ja auch bei vielen Autorinnen an.
Ja, ich mach das Schreiben schon nebenberuflich, bin aber derzeit auch in der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. Ich arbeite in einem Kindergarten. Zwei Tage in der Woche habe ich Schule und an den restlichen Tagen bin ich im Kindergarten tätig. Ich bin also zurzeit  „Erzieherhelferin“ und nebenbei drück ich dann noch die Schulbank.

Eigentlich bin ich  ja staatlich anerkannte Altenpflegerin, kann diesen Job aus verschieden Gründen nicht mehr ausüben und dann kamen auch ja noch meine beiden Söhne zur Welt.
 Anfang des Jahres wurde ich dann gefragt, ob ich denn nicht Lust hätte als Erzieherhelferin in einer Kita zu arbeiten. Und hab dann zugesagt und es eigentlich bis heute nicht bereut.
Ich bin jetzt bis 2015 noch in der Ausbildung und dann hoffentlich staatlich anerkannte Erzieherin.


Wie vereinbarst Du das Ganze dann noch mit dem Schreiben Deiner Bücher? Ich stell mir das sehr stressig vor.
Nein, ist es eigentlich gar nicht. Ich schreibe überwiegend abends, wenn die Kinder versorgt sind.
Ich zieh mir dann meine Kopfhörer auf, Musik an und dann geht es los :)
Momentan, das hört sich jetzt vielleicht ein wenig abgefahren an, schreib ich im Gegensatz zu anderen Autoren, meine Ideen zu meinem Roman per SMS an meine Freundin, so quasi in der S-Bahn, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin oder während der Schule.
Man muss es sich dann so vorstellen, meine Freundin tippt sie dann meistens für mich  ab und schickt sie mir dann abends zu, mehr oder weniger als Rohfassung. So baut sich das dann langsam auf und am Ende muss dann eben das Ganze zu einer Geschichte zusammengefasst werden. Da ich leider nicht im Besitz eines iPad`s  bin, geht das eben über SMS an meine Freundin.
Ist eigentlich auch gar nicht schlimm, teilweise bekommt sie dann über den Tag oder die halbe Stunde in der S-Bahn 15 SMS gesendet.
Ist eben auch mal eine ganze andere Art ein Buch zu schreiben.


Handelt es sich dabei um das derzeitige Fantasybuch an dem Du arbeitest?
Nein, dieser Roman findet doch tatsächlich am Rechner statt, immer mal wieder ein paar Seiten.
Ich arbeite zeitgleich an einem homosexuellen Roman, der über SMS geschrieben wird.


Das hört sich für mich sehr stressig an, das alles miteinander zu verbinden. Wie schaffst Du das denn?
Ich hatte versucht, mit dem Schreiben kürzer zu treten, hab aber schnell gemerkt, dass es nicht funktioniert. Für mich ist das Schreiben  eher ein Ventil zum Abschalten. Es ist ein guter Ausgleich für mich.

Ich habe um die sieben angefangenen Romane zur Zeit, an denen ich bei drei davon intensiv arbeite und die anderen warten dann darauf, irgendwann zu Ende geschrieben zu werden.
Die meisten davon laufen auch unter meinem Namen.


Wie machst Du das mit Deinem Pseudonym  Daniel Herne?
Daniel hab ich jetzt einen eigenen Facebook Account angelegt. Dort teilt er dann der Leserwelt mit, wie weit er mit seinem neusten Buch ist.
Ohha, dann könnte man Dich unter die Kategorie „gespaltene Persönlichkeit“ einordnen ;) So in der Art, “Heute lass ich dann mal meinen Daniel raushängen“.
Daniel ist ja auch schwul, also im Grunde meine „schwule Seite“.


Daniel ist auch, so würde ich es mal nennen, Deine etwas „härtere Seite, zumindest hab ich das in Deinem Buch mit Alex Seinfriend „Sexexperimente“ herausgelesen.
Ja, man kann es schon so ausdrücken, dass es eher pornographischer Natur ist, eben sehr Hardcore.


Also, könnte ich eigentlich auch mal Daniel interviewen? Ich hab gerade Kopfkino, da ich mir das Interview sehr, sehr interessant vorstelle.
Bevor Du aber Daniel interviewst, lass ihn erst seinen Roman fertigschreiben, an dem er gerade arbeitet.
Derzeit lebt er auch in einer Männer WG und möchte unbedingt auch etwas Eigenes schreiben und nicht nur am Hosenzipfel von Alex Seinfriend hängen.
Da ist es wieder, Dein „Zweites Gesicht“.
(Lacht) Ja, ich wollte unbedingt, dass Daniel eine eigene Lebensgeschichte hat.


Hast Du denn einen Lieblingsautor?
Ja klar. Florian Höltgen heißt der Gute. Er schreibt auch wunderbare homosexuelle Romane. Ich kann ihn nur jedem empfehlen, der auf Gayromane steht.
Diesen Namen wird ich mir auf jeden Fall merken und mich gleich Mal nach einem Buch von ihm umschauen.


So liebe Jules, das war es dann auch schon. Ich danke Dir rechtherzlich, dass Du mir und meinen Lesern ein wenig Einblick in Dein Leben ermöglicht hast.
Ich wünsche Dir als Autorin und angehende Erzieherin alles Gute.

Es hat mir auch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Mein erstes Interview, das ist schon super aufregend. Danke, dass du es mir geschenkt hast, Beate! 

Es war mir ein Vergnügen mit Dir zu reden und zu lachen. Ich habe zu danken :)
 
Wer noch mehr über Jules Dankert oder ihre Büchererfahren möchte, da empfehle ich Euch folgende Seiten:

Sonntag, 17. Februar 2013

Interview/Simone Olmesdahl (bookshouse)



Heute habe ich die wunderbare Ehre, Euch eine Autorin vorzustellen, die ich persönlich treffen durfte. Simone Olmesdahl und ich wohnen im gleichen Ort und da bot es sich ja regelrecht an, sich mal zu treffen. Es war ein tolles Zusammensein . Simone ist ein total lieber und unkomplizierter Mensch. Wir haben viel gelacht und ich habe viel aus dem Leben von Simone erfahren. Es ist ja nicht so, dass nur ich etwas erfahren habe. Sie weiß jetzt auch einiges von mir, aber ich geh mal davon aus, dass das Euch nicht wirklich so wahnsinnig interessiert. Also erzähl ich Euch doch lieber etwas von Simone.



Dann möchte ich Euch mal nicht länger warten lassen und fang dann direkt mal an.

Hallo Simone, danke dass ich Dich persönlich treffen durfte.
Es freut mich auch sehr, dass ich Dich mal kennenlernen darf.

War es eigentlich immer Dein Traum Autorin zu werden?
Nein, überhaupt nicht. Ich hatte mal eine Kurzgeschichte, hab sie aber nie irgendwo eingereicht und das war´s. Ich hatte mir danach auch keine Gedanken gemacht. Ich hab sie in die Schublade gelegt und bin einem ganz normalen Beruf nachgegangen.

Was ist denn aus Deiner Kurzgeschichte geworden? Existiert sie denn noch oder ist sie im Mülleimer gelandet.
Nein, ich hab sie noch und irgendwann wird aus dieser Kurzgeschichte auch ein Roman werden. Soviel steht schon mal fest. Ich hab jetzt durch die „Talent“ Serie gemerkt, dass es doch Spaß macht ein Buch zu schreiben. 

In welche Richtung läuft denn Deine Kurzgeschichte?
Es ist genauso wie „Talent“ ein Jugendroman im Fantasy Bereich.

Ich würde Dein Buch jetzt nicht definitiv in die Jugendrichtung einteilen. Ich finde schon, dass Dein Buch jede Altersgruppe ab 16 Jahren anspricht.
Oh, dann ist es doch von Vorteil für mich, dass sich nicht nur heranwachsende  Jugendliche für mein Buch interessieren.

Das hört sich doch gut an. Dann kann es ja nur besser werden. Vielleicht wird es ja mal ein Bestseller werden.
Nein, das glaub ich eher weniger. Es ist schon ziemlich schwierig, sich auf dem Markt einen Namen zu machen. Gerade was Newcomer oder deutschsprachige Autoren angeht, wobei zum jetzigen Zeitpunkt in dieser Richtung ein richtiger Boom entstanden ist. Ich mach mir in der Hinsicht keine Sorgen. Ich bin einfach mal gespannt, wie weit ich mit meinem Buch komme.

Wie hast Du es denn überhaupt geschafft, beim bookshouse Verlag unter Vertrag zu kommen?
Eigentlich eher durch Zufall. Ich hatte das Manuskript dem  Sieben Verlag angeboten, dieser hat es aber abgelehnt, da der Verlag keine Jugendbücher verlegt. Frau Campell, vom Sieben Verlag, gab mir dann die Telefonnummer von Stepfanie Bösel, mit der Begründung, dass ihr das Buch bestimmt gefallen würde. Ja und so war`s dann auch und schon hatte ich den Vertrag in der Tasche.

Oh, das hört sich ja super an. Geht nicht jedem Autor so wie Dir. Viele müssen sich ganz schön anstrengen einen Verlag zu finden, der ihnen eine Chance gibt.
Das stimmt, heutzutage ist es nicht ganz so einfach mit seinem Manuskript einen Verlag zu finden, der dann auf Anhieb begeistert ist. 

Ich persönlich fand, dass Dein Buch sehr fließend geschrieben ist und man immer nachvollziehen konnte, warum, was passiert.
Eigentlich hatte ich das Buch in der Ich-Perspektive schon geschrieben gehabt, was mir hinterher nicht gefiel und auch andere nicht wußten, ob sich ein Buch in der Ich-Form gut verkauft. Also bin ich hingegangen und hab das komplette Buch in die dritte Person umgeschrieben.


Auweia! Du hast das ganze Buch umgeschrieben?
Ja, und nicht nur das, sondern insgesamt alle 4 Bände. Die Reihe besteht aus vier Büchern, die alle schon in der Ich-Form geschrieben waren und ich bin jetzt dabei, alle in die dritte Person umzuschreiben, wobei ich noch nicht alle Bänder umgeschrieben habe. Das zweite Buch ist schon umgeschrieben und wird dieses Jahr auch noch erscheinen.

Da werden sich die Leser aber sehr freuen, da ja das Ende sehr offen geblieben ist und man schon wissen möchte wie es mit Anna und Sebastian weitergeht. Ich persönlich fand das Ende sehr traurig und hoffe, dass es mit Anna aufregend weiter geht. 
Ja, es wird auf jeden Fall spannend bleiben, soviel kann ich verraten. Anna macht große Fortschritte, was ihre Gabe angeht und wird mit aller Macht gegen das Böse kämpfen.
Der vierte Teil der Reihe  wird es sehr, sehr tief in die Mythologie eintauchen, das war Recherche hoch zehn.


Wie ist das Buch denn entstanden? Hattest Du schon eine Geschichte im Kopf oder wie muß man sich das vorstellen?
Also, ich kannte die Geschichte noch gar nicht, aber meinen Charakter. Er ist ein bisschen aus der realen Welt gezogen und dann entstand erst die Geschichte drum herum.

Wie lange hast Du gebraucht bis das Buch fertig war?
Ganz, ehrlich. Es waren 14 Tage. Aber das Umschreiben von der Ich-Perspektive hat 3 bis 4 Monate ungefähr gedauert.
Heidenei, das ist ja Wahnsinn

Viele Autoren, die ich bisher kennengelernt habe, habe ich immer gefragt, wie der erste Satz im Buch zustande kam. War er bei direkt im Kopf oder musstest Du lange überlegen?
Ich glaub, ich hatte insgesamt 30mal den Satz geändert bis er stand.

Wie gehst Du mit Lob oder Kritik um?
Einige Leser waren von dem Cliffhanger nicht begeistert, obwohl es ja einen zweiten Teil gibt, andere wiederrum waren begeistert. Es ist immer unterschiedlich. Da es sich ja um Band 1 der Reihe handelt, kann man damit rechnen, dass es mit den Protagonisten weitergehen wird.

Welches Genre liest Du denn überhaupt?
Oh, ich les ein komplett anderes Genre. Ich liebe Thriller.

Ich habe auf Facebook gelesen, das Du Dich sehr für Tiere, besonders Hunde, in Not einsetzt.
Ja, das ist richtig. Ich bin Mitglied beim Tierfreunde-Musher e.V. Dieser Verein kümmert sich um Hunde, dass sie in gute Hände abgegeben werden.

Hast Du denn selbst einen Hund?
Ich hatte insgesamt sieben Hunde, davon sind leider zwei Hunde gestorben. Hab mir dann aber wieder einen Hund dazu geholt. Also hab ich jetzt insgesamt sechs Hunde.

Ohha, sechs Hunde. Das hört sich nach viel Arbeit an. Hast Du denn genug Platz für Deine Hunde?
Ja, ich hab ein großes Grundstück und ich wohne sehr idyllisch, so das meine Hunde sehr guten Auslauf haben. 
Ich bekomme hin und wieder auch mal einen Pflegehund, der nicht sozialisiert ist und ich nehme mich dann diesem Hund an und bring ihm alles bei, was er noch nicht kann. In der Regel bekomm ich das sogar sehr gut hin.


Du hast also im Grunde 3 Berufe. Du bist im Pflegedienst tätig, Du bist Hundetrainerin und Autorin.
Ja genau. Ich hab einen vollen Terminkalender. Es kommt also nie Langeweile auf.  
Ich arbeite meistens im Nachtdienst und geh dann auch früh morgen, wenn noch keiner unterwegs ist mit meinen Hunden raus, damit sie sich dann auch richtig austoben können.
Find ich super. Ich selbst hab ja auch einen Hund, Alfred mein Mops. Bei ihm hab ich was das bezüglich angeht keine Schwierigkeiten. Er ist immer froh, wenn er wieder nach Hause darf und sich irgendwo in der Wohnung hin kuschelt.

Demnächst startet ja eine Leserunde bei Lovelybooks.
Ja, es ist eine geplant, wobei noch kein festes Datum steht. Ich freu auch schon sehr darauf, da man ja dann viel darüber erfährt, wie die Leser mein Buch finden.
Darauf bin ich auch schon sehr gespannt. Ich verfolge gerne solche Leserunden, da ich es immer interessant finde, wie andere das Buch interpretieren.


Ich wünsche Dir weiterhin sehr viel Erfolg mit Deinem Buch. Es hat mich riessig gefreut, das ich Dich persönlich kennenlernen durfte und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein.





Ich hatte die Bedienung, die uns hinterher aus dem Cafe geworfen hat, da es schon so früh schloss, gebeten, noch ein Bild von uns beiden zu machen. Also, eher ein „Beweisfoto“, das ihr einigermaßen gelungen ist. Sie hätte mich persönlich, ein wenig schöner hinkriegen können. :)